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Pflege-Routine

Trockene Haut im Winter: eine sanfte Pflegeroutine

Mareike Kleparski

Mareike Kleparski · Deine Ansprechpartnerin

·5 Min. Lesezeit

Trockene Haut im Winter: eine sanfte Pflegeroutine

Sobald die Heizungen laufen und der Wind kälter wird, meldet sich bei vielen Menschen ein vertrautes Gefühl: Die Haut spannt, wirkt rau, manchmal schuppig, und selbst die gewohnte Pflege scheint nicht mehr auszureichen. Trockene Haut im Winter ist kein Zufall, sondern die Folge einer ganzen Reihe von Einflüssen, die in der kalten Jahreszeit zusammenkommen. Die gute Nachricht: Mit ein paar bewussten Anpassungen in der täglichen Routine lässt sich das Hautgefühl spürbar verbessern. In diesem Ratgeber erklären wir, warum die Haut im Winter so leicht austrocknet und wie eine sanfte, alltagstaugliche Pflegeroutine aussehen kann.

Warum trockene Haut im Winter entsteht

Unsere Haut schützt sich mit einem feinen Film aus Fetten und Feuchtigkeit, der sie geschmeidig hält und vor dem Austrocknen bewahrt. Im Winter gerät dieser natürliche Schutz gleich mehrfach unter Druck. Bei niedrigen Temperaturen produziert die Haut weniger von den hauteigenen Fetten, die Kälte lässt die feinen Gefäße enger werden, und der ständige Wechsel zwischen frostiger Außenluft und warmen, beheizten Räumen strapaziert sie zusätzlich.

Der wohl größte Faktor ist die Luftfeuchtigkeit. Kalte Luft kann von Natur aus weniger Feuchtigkeit halten, und Heizungsluft ist zusätzlich sehr trocken. Diese trockene Umgebungsluft zieht Feuchtigkeit förmlich aus der Hautoberfläche. Wer dann noch lange und heiß duscht, entfernt zusätzlich einen Teil des schützenden Fettfilms. So entsteht das typische Winterbild: eine Haut, die nach dem Waschen kurz sauber wirkt, dann aber schnell spannt und rau wird.

Schritt für Schritt: eine sanfte Pflegeroutine für den Winter

Eine gute Winterpflege der Haut muss nicht aufwendig sein. Entscheidend ist weniger die Menge an Produkten als die Art, wie Sie reinigen und pflegen. Die folgende Routine lässt sich leicht in den Alltag einbauen und schont den natürlichen Schutz der Haut.

Auftragen einer Pflegecreme aus einem Tiegel
Foto: Shixart1985 · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

1. Lauwarm statt heiß duschen

So verlockend eine heiße Dusche nach einem kalten Tag auch ist – für trockene Haut ist sie eine Belastung. Je heißer das Wasser, desto mehr des schützenden Fettfilms wird gelöst. Stellen Sie das Wasser lieber angenehm lauwarm ein und halten Sie die Dusche eher kurz. Auch tägliches, ausgiebiges Baden trocknet die Haut im Winter zusätzlich aus; ein zügiges Duschen ist meist die freundlichere Wahl.

2. Mild und reichhaltig reinigen

Bei der Reinigung kommt es auf ein mildes Produkt an, das die Haut sauber macht, ohne sie unnötig zu entfetten. Kaltverseifte Naturseife behält von Natur aus einen Teil ihres pflegenden Glycerins, das für ein geschmeidiges Hautgefühl sorgt. Reichhaltige Rezepturen mit hochwertigen Pflanzenölen sind im Winter besonders angenehm. Welche Seife zu Ihnen passt, hängt vor allem von Ihrem Hauttyp ab – dazu haben wir einen eigenen Leitfaden, der beim Finden der richtigen Seife für Ihren Hauttyp hilft.

3. Direkt nach dem Waschen eincremen

Der wichtigste Moment für die Feuchtigkeitspflege ist die Zeit unmittelbar nach dem Duschen. Tupfen Sie die Haut nur sanft trocken, sodass sie noch leicht feucht ist, und tragen Sie dann eine reichhaltige Creme oder ein Pflegeöl auf. So wird die vorhandene Feuchtigkeit in der Haut eingeschlossen, statt zu verdunsten. Besonders beanspruchte Stellen wie Hände, Ellenbogen, Knie und Schienbeine freuen sich über eine zusätzliche Portion Pflege.

4. Belastungen von außen abfedern

Kälte, Wind und die häufige Nutzung von Desinfektionsmitteln setzen vor allem den Händen zu. Handschuhe schützen im Freien nicht nur vor Kälte, sondern auch vor dem trocknenden Wind. Und eine kleine Handpflege in der Tasche sorgt dafür, dass Sie unterwegs nachcremen können, bevor die Haut spannt.

Zusammengefasst hilft im Winter vor allem, was die Haut möglichst wenig strapaziert:

  • Lauwarm und kurz duschen statt lange und heiß.
  • Milde, reichhaltige Reinigung wählen und sparsam einsetzen.
  • Innerhalb weniger Minuten nach dem Waschen eincremen, solange die Haut noch feucht ist.
  • Beanspruchte Partien wie Hände und Schienbeine gezielt zusätzlich pflegen.
  • Hände vor Kälte und Wind schützen.
Praktischer Tipp: Stellen Sie Ihre Pflege direkt neben das Handtuch. Wenn die Creme in Griffweite steht, cremen Sie ganz automatisch ein, solange die Haut noch feucht ist – genau in dem Moment, in dem die Feuchtigkeitspflege am meisten bringt.

Feuchtigkeit von innen: Trinken und Ernährung

Pflege wirkt von außen – doch die Haut profitiert auch davon, wie wir uns versorgen. Im Winter trinken viele Menschen weniger, weil das Durstgefühl in der Kälte nachlässt. Dabei ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr eine einfache Gewohnheit, die dem gesamten Körper guttut. Warme, ungesüßte Tees sind eine angenehme Möglichkeit, über den Tag verteilt genug zu trinken.

Auch bei der Ernährung lohnt sich der Blick auf hochwertige pflanzliche Fette, etwa aus Nüssen, Saaten und guten Ölen. Sie liefern Bausteine, die eine ausgewogene Ernährung sinnvoll ergänzen. Als kleine Faustregel gilt: Was Ihrem allgemeinen Wohlbefinden hilft, tut meist auch dem Hautgefühl gut.

Das Raumklima im Blick behalten

Weil trockene Heizungsluft eine der Hauptursachen für gespannte Winterhaut ist, lohnt es sich, das Raumklima bewusster zu gestalten. Regelmäßiges Stoßlüften bringt frische Luft herein, ohne die Räume komplett auszukühlen. Eine flache Schale mit Wasser auf der Fensterbank oder Zimmerpflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeit auf sanfte Weise. Gerade im Schlafzimmer, wo wir viele Stunden verbringen, macht ein angenehmeres Raumklima für die Haut einen spürbaren Unterschied.

Diese kleinen Anpassungen greifen ineinander: mildes Reinigen, konsequentes Eincremen, ausreichend Trinken und ein ausgeglichenes Raumklima ergeben zusammen eine Routine, die die Haut durch den Winter begleitet – ganz ohne komplizierte Rituale.

Sanfte Begleiter für die kalte Jahreszeit

Für die tägliche Reinigung sind im Winter eher reichhaltige Rezepturen angenehm. Unsere Seife Kokosnuss & Sheabutter etwa verbindet pflegende Pflanzenöle mit Sheabutter und hinterlässt ein geschmeidiges Hautgefühl – wer mehr über diesen Rohstoff wissen möchte, findet Hintergründe in unserem Beitrag über Sheabutter für trockene Haut. Für empfindliche Haut, die im Winter besonders schnell reagiert, ist eine sehr milde Seife wie Olive & Grüne Tonerde eine ruhige Wahl. Alle handgesiedeten, veganen Seifen finden Sie in unserer Übersicht der Hand- und Körperseifen. Und wenn Sie im Bad auf Plastikflaschen verzichten möchten, lesen Sie gern weiter über Körperpflege ohne Plastikflasche.

trockene HautWinterpflegeHautpflege RoutineFeuchtigkeitNaturkosmetik
Mareike Kleparski

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Mareike Kleparski

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